Interview: Vanessa Müller will Landesvorsitzende werden

Datum
08.02.2022

vanessa müller interview

Ich habe Vanessa Müller interviewt, da sie Landesvorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern werden möchte. Sie erzählt über ihren bisherigen Lebensverlauf und ihre politischen Ziele.

Marc: Hallo Vanessa, wie lief dein Leben bis jetzt?

Vanessa: Hallo, ich bin 21 Jahre alt und studiere gerade in Rostock Politikwissenschaft. Ich habe auch noch ein Zweitfach: Medien und Kommunikationswissenschaft, also passt das auch ein bisschen zu dem Event heute. Ich bin aufgewachsen in Wismar, dann mit meinen Eltern nach Schwerin umgezogen, habe da mein Abitur gemacht und bin jetzt nach Rostock gezogen. Ich habe also schon zwei, drei Städte gesehen. Es gibt nicht die eine spektakuläre Geschichte aus meinem Leben. Ich habe relativ früh angefangen, mich für Politik zu interessieren, als das Thema „geflüchtete Menschen“ in den Medien war und es rechte Demonstrationen gab. Ich erinnere mich gut daran, dass es mich sehr schockiert hat, so viele fremdenfeindliche Menschen zu sehen. So ist mein Engagement entstanden und dann habe ich dann auch zur Linken gefunden.

Marc: Was sind deine Themenschwerpunkte?

Vanessa: Ich unterteile es immer in die Parteistrukturen und das Inhaltliche. Aufgrund meines Alters arbeite ich in der Jugendpolitik, also Perspektiven für junge Leute in MV, sowohl bei der Ausbildung, beim Studium als auch bei Freizeitaktivitäten. Ein anderer wichtiger Punkt ist Frauenpolitik. Ich habe bereits Diskriminierung aufgrund meines Geschlechts erfahren. Deswegen ist es mir sehr wichtig, dass da gesellschaftlich Einiges passiert. Und der zweite Punkt ist was in der Partei passiert, also die Strukturen. Zum Beispiel müssen Wir jünger werden. Des Weiteren müssen wir uns im ländlichen Bereich ausbauen, dies muss dann natürlich auch koordiniert werden, um die Strukturen zu stärken.

Marc: Kannst du ein konkretes Projekt erläutern?

Vanessa: Zum Beispiel ein Frauenplenum schaffen, wo sich weiblich gelesene Personen untereinander austauschen und miteinander sprechen können.

Marc: Wo siehst du die größte Schwäche der Linken?

Vanessa: Allgemein ist es so, dass wir unsere Mitglieder, laut einer Tageszeitung, an den Friedhof verlieren. Es klingt ein bisschen makaber, ist aber tatsächlich der Fall. Unsere Mitgliederzahlen sind rückläufig, auch wenn wir die Partei mit den zweitmeisten Mitgliedern sind. Und da müssen wir einfach gegensteuern. Wir werden das nicht komplett aufhalten können. Aber wir brauchen neue Leute, die auch bereit sind, in der Partei was zu machen. Sonst werden wir ganz starke strukturelle Probleme kriegen.

Marc: Du bist politisch an der Universität aktiv. Wie?

Vanessa: Ich bin aktuell AStA Referentin für Antidiskriminierung und Gleichstellung. Das bedeutet, es kommen Menschen auf mich zu, wenn Sie Probleme haben. Ich biete Veranstaltungen an und setze mich für gewisse Themen ein, wie zum Beispiel Unisex-Toiletten. Natürlich habe ich noch mehr über Hochschulpolitik gelernt. Dort halten wir Reden und Verhandeln über das Hochschulleben.

Marc: Danke das du zu Gast warst.

Vanessa: Danke, dass hat mich auch gefreut.

Das Interview ist in Kooperation mit LOHRO entstanden.

Marc Borkowski
Autor: Marc Borkowski

Ich bin in Berlin geboren und habe mich in eine ruhigere Stadt verkrümelt, Rostock. Ich habe mehrere Jahre Erfahrung im Bereich Frontend und bilde mich aktuell im grafischen Bereich weiter. Meine Zukunft sehe ich beim gestalterischen Web.

Kontakt

E-Mail: moin@boolie.org | Über mich Seite

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Kommentare (1)
Alicia

Wow, Vanessa ist eine sehr interessante Person und ich hoffe, dass sie es weit bringt, weil sie sich für die richtigen Dinge einsetzt.
Außerdem: Sehr gut geschrieben, der Artikel!