Gestaltungsgesetze der Wahrnehmung

gestaltungsgesetze teaser
Marc Borkowski
Datum
03.10.2020

Die Gestaltungsgesetze kommen aus der Psychologie. Die Wahrnehmung wurde 1920 genauer erforscht und aus den Studien sind 7 Gesetze entwickelt worden. Die Gesetze definieren die optische Wahrnehmung und welche Reize sie auslösen. Genauer gesagt, wie nimmt unser Gehirn Strukturen wahr und interpretiert diese. Die Gesetze definieren das wahrnehmen von Formen, Größen und Farben. Dabei versucht das Gehirn immer die Grundformen zu identifizieren. Des weiteren versucht das Gehirn, ein Hintergrund und ein Vordergrund zu definieren.

Gesetz der Einfachheit

Das Gesetz sagt aus, dass das Gehirn Formen, immer auf die Geometrische-Grundformen (Kreis, Dreieck, Viereck) reduziert bzw. dies versucht. Das Gehirn versucht zu simplifizieren um die Form besser zu analysieren.
Merksatz: Das Gehirn versucht immer, die größtmögliche Einfachheit in Formen herzustellen.

Gesetz der Einfachheit

Links: Das Gehirn nimmt 2 überlagerte Quadrate wahr und nicht mehrere Dreiecke mit einem 8-Eck.
Rechts: Das Gehirn nimmt ein Dreieck wahr.

Gesetz der Nähe

Objekte mit einem geringeren Abstand, werden als Zusammengehörig wahrgenommen. Ein wichtiges Gesetz, da beim layouten, durch unterschiedliche Abstände, Objekte gruppiert werden können.
Merksatz: Nahe beieinander liegende Objekte werden als Gruppe wahrgenommen.

Gesetz de Nähe

Die 3×6 Kreise werden als zusammengehörig wahrgenommen und die einzelne Reihe daneben als etwas eigenständiges.

Gesetz der Gleichheit

Auch als Gesetz der Ähnlichkeit bekannt. Es sagt aus, dass Objekte mit der gleichen Form, Farbe und Größe als Gruppe wahrgenommen werden.
Merksatz: Gleiche Objekte werden als zusammengehörig wahrgenommen.

Gesetz der Gleichheit

Die Orangen Kreise werden als Einheit angesehen, sowie die blauen.

Gesetz der Geschlossenheit

Wenn Objekte unterschiedlich sind, aber z.B. mit einem Rahmen umschlossen sind, werden diese Objekte als Gruppe wahrgenommen. Durch Rahmen oder Hintergrund versucht unser Gehirn eine Beziehung zwischen den Objekten herzustellen.
Merksatz: Geschlossene Flächen werden als Ganzes wahrgenommen.

Gesetz der Geschlossenheit

Obwohl die Objekte unterschiedliche Farbe/Form haben, werden Sie als Gruppe wahrgenommen.

Gesetz der Erfahrung

Das Gehirn vergleicht unbekannte Formen mit bereits bekannten Formen bzw. Bildern. Dadurch kann das Gehirn anhand einer Kontur erahnen, was das Objekt darstellt. Dies ist ein wichtiges stilistisches Mittel, damit lassen sich Konventionen brechen und eine Botschaft kann mit Änderung oder Wechsel verknüpft werden.
Merksatz: Das Gehirn merkt sich Formen und kann Formen vervollständigen.

Gesetz der Erfahrung

Obwohl nur der Schatten zu sehen ist, wird hier das E erkannt.

Gesetz der Konstanz

Es werden Objekte immer in Relation zu ihrer Umgebung wahrgenommen. Es entsteht eine Beziehung zu den Umliegenden Objekten bzw. Hintergrund. Dabei können die Umliegenden Objekte die Farbe, Form und Größe beeinflussen.

Merksatz: Die Wahrnehmung von Objekten interagiert mit der Umgebung.

Gesetz der konstanz

Beide Sterne in der Mitte sind gleich groß, aber die Sterne wirken unterschiedlich, durch ihre Umgebung.

Gesetz der Objekt-Grund-Beziehung

Ein Objekt muss sich immer vom Hintergrund abheben, sonst ist es schwer es wahrzunehmen. Als Nebeneffekt davon kann ein 2tes Objekt entstehen, das Negativ vom Objekt.
Merksatz: Es entsteht bei einem Objekt immer ein negativ Objekt, diese können sich gegenseitig beeinflussen.

Gesetz der figur grund relation

Man kann dies als Mauerwerk wahrnehmen, das zeigt, dass die Rechtecke in Relation zum Hintergrund stehen.

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