NetKolumne – beruflicher Aufstieg in Zeiten von New Work

Netkolumne Teaser New Work
Marc Borkowski
Datum
13.05.2019

Willkommen in der zweiten Ausgabe der NetKolumne, diesmal geht es um berufliche Aufstiege in Zeiten von New Work. Vorab erstmal wie ich New Work für mich definiere: flache Hierarchien und Work Life Balance. Sprich die Teams werden agil und die Teams arbeiten autark. Das mittlere Management fällt weg und die Geschäftsführung Analysten an ihrer Seite die die KPI messen und auswerten. Ergo die klassische Karriereleiter fällt weg. Aber wie steigt man trotzdem im Beruf auf?

die 2 Optionen des beruflichen Aufstiegs

Vorab: Fleiß und Bildung beeinflussen nur zu 10% deine Aufstiegschancen. Also fällt dieser Versuch schon einmal weg, jetzt folgen 2 Methoden die einen weit aus höheren Prozentsatz erreichen.

Networker

Sich ein Netzwerk im Unternehmen und außerhalb des Unternehmens aufbauen ist das A und O. Die besten Job werden selten über Stellenausschreibungen besetzt. Entweder werden intern in der Firma nach geeigneten Personal gesucht oder über persönliche Verbindungen der Entscheider. Dabei ist auf Qualität zu achten, nur weil dich jeder in der Firma kennt, heißt das nicht, dass jeder gern mit dir zusammenarbeiten möchte. Des weiteren solltest du nicht nur Personen bevorzugen die dir hilfreich erscheinen, sondern auch Mitarbeiter die auf der gleichen Ebene wie du sind, da diese vielleicht auch aufsteigen und für dich bei dem nächsten Posten ein gutes Wort einlegen.

Pusher

Einmal gibt es den Pfad des Pushers, sprich du hast eine Idee wie in deiner Firma ein neues Geschäftsfeld aussehen könnte bzw. eine neue Nische besetzt werden kann? Dann hast du heutzutage die Chance das innerhalb der Firma voranzubringen und eine große Chance der Projektleiter dieses besetzen der Nische zu werden. Sprich du steigst durch Idee und Innovation in der Firma auf indem du eine neue Stelle schaffst.

Ruf aufbauen – eine Marke werden

intern

Um dir Firmenintern ein Ruf aufzubauen, musst du aus der Masse herausstechen und Merkmale haben. Das soll nicht heißen, dass du jetzt die knalligsten Shirts trägst oder die besten Witze von dir gibst, sondern dass du durch deine Fähigkeit als Problemlöser*in in der Firma vermarktest. Zur Vollständigkeit halber: trage passende Kleidung, wenn du das Ziel hast ein Head of UX zu werden, würde ich dir nicht empfehlen mit einer Jogginghose zur Arbeit zu kommen, lieber Jeans und weißes Hemd bzw. Bluse, dadurch wirkst du seriöser.

Ziele definieren

Stecke dir klare Ziele, welchen Posten du zu wann erreichst haben möchtest oder mit wem du engen Kontakt haben willst. Wenn du dir 3 Ziele gesetzt hast, überlege dir wie du diese umsetzen kannst. Beim Netzwerken bedeutet das, herauszufinden welche Ziele dein angestrebter Kontakt verfolgt und wie du ihn dabei unterstützen kannst. Zum beispiel hat der aktuelle Head of UX Pläne A/B Tests auf der Website durchzuführen, dann kauf dir ein Buch über dieses Thema und spreche ihn/sie in der Mittagspause darauf an, dass du gerade das Buch ließt und dabei folgendesgelernt hast. Vielleicht bist du dann beim nächsten Meeting mit diesem Thema am Tisch und kannst mit reden und deine Kompetenzen verkaufen. Wenn jetzt der Head of UX befördert wird, wird er/sie dich in Erwägung ziehen den aktuellen Job zu übernehmen, da du die gleichen Interessen verfolgst.

Feedback

Versuche nicht nur Feedback von deinem Chef zu bekommen, sondern auch von Kollegen. Diese können dir dabei helfen dich zu optimieren. Aber befrage nur Mitarbeiter*innen die dir nahe stehen und mache das nicht mit dem Hammer, sondern lenke das Thema behutsam auf dich und frage danach wie er in deiner Position handeln würde. Daran kannst du dein Status deiner Ziele abfragen und deine Taktik modifizieren.

extern

Verkaufe deine Arbeit in den Sozialen Medien und auf deiner Website. Verrate auf keinen Fall Firmengeheimnisse oder kritische Informationen, beschreibe das Problem anhand eines fiktiven Beispiels und erläutere deine Lösungswege. Am besten du legst dir einen Blog zu und baust darüber deine Wissensdatenbank auf die jeder einsehen kann, welchen Wert du hast. Danach teile dein Wissen auf Facebook, Twitter oder Xing (oder oder oder). Achte dadrauf, dass die Leute die Plattform nicht verlassen möchten, sprich schreibe die Kerninformation in den Post und verlinke dein Beitrag danach.

Vorträge sind auch ein interessanter Weg dein Netzwerk und Ruf zu erweitern. Suche dir Meetups in deiner Gegend mit deinem Thema und fange als Besucher an, danach redest du mal mit einem Verantwortlichen der Gruppe ob du einen Vortag hallten könntest. Dabei lernst du gleichzeitig wie du in der Firma deine Arbeit besser präsentieren kannst.

Bonus: Spezialist*in

Willst du dir einen Ruf als Spezialist*in aufbauen, musst du unbedingt ein Blog führen und Vorträge halten. Nach dem Studium solltest du zunächst alle 2 Jahre den Arbeitgeber wechseln um Kenntnisse in verschiedenen Firmen zu sammeln, wenn du 6 – 8 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Firmen gesammelt hast, kannst du die als Freiberufler Selbstständig machen

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